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19
Mrz
2018
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Stellungnahme zum Bericht und Leitartikel der Tageszeitung “Die Presse” betreffend Betreuung von Personen mit Migrationshintergrund im AMS

Die morgige Presse vom 20.3.2018 (bereits jetzt online) berichtet ausführlich aus einem internen AMS Revisionsbericht über Probleme und Herausforderungen bei der Betreuung vom migrantischen Kundinnen und Kunden des AMS.
In diesem Revisionsbericht 2/2017 werden Probleme bei der Kundinnen- und Kundenbetreuung von migrantischen Personen angesprochen. Im Leitartikel “Hilflose AMS-Manager und ihre migrantischen Problembären” fordert Josef Urschitz dazu sogar: “Eine AMS-Führung, der angesichts solcher Zustände im eigenen Haus nichts anderes einfällt, als ihren Mitarbeitern beschwichtigend „Schulungen zum internationalen Verständnis“ zu verordnen, gehört eigentlich eher heute als morgen aus dem Amt gejagt.”

Dazu ist festzuhalten:

  • Die interne Revision im AMS ist ein ständiges vom Vorstand beauftragtes Werkzeug zur Verbesserung der Arbeitsweisen im AMS. Das heißt mein Kollege Herbert Buchinger und ich haben auch in diesem Fall die angesprochene Revision ausdrücklich angeordnet, um auf diesem schwierigen Gebiet zu optimalen Lösungen zu kommen.
  • Wir betreuen im AMS rund 1 Mio. arbeitssuchende Personen im Jahr. Viele dieser in- und ausländischen Menschen sind oftmals in schwierigen persönlichen Situationen. Richtig ist, dass es dabei gelegentlich auch zu ernst zu nehmenden Problemen kommt. So sind zum Beispiel unter unseren Kundinnen und Kunden auch Menschen mit psychischen Störungen, Personen auf Entzug oder manchmal auch gewaltbereite Kunden. Dies ist etwa der Grund warum wir Deeskalationsschulungen durchführen, gewisse Personen nur zu zweit beraten oder auch Sicherheitskräfte in größeren AMS-Geschäftsstellen beschäftigen.
  • Der gegenständliche Revisionsbericht hatte die vom Vorstand gestellte Aufgabe die besonderen Herausforderungen und Schwierigkeiten in der Betreuung von Migratinnen und Migranten festzustellen, um in Folge konkrete Maßnahmen ableiten zu können. Dazu wurden von den Revisoren zahlreiche Gespräche mit Mitarbeiter/innen mehrerer AMS Geschäftsstellen geführt. So entstand die nun teilweise zitierte Liste an Schwierigkeiten bei der Betreuung von Migratinnen und Migranten, aus der nun die Tageszeitung die Presse zitiert. Was die Presse-Redakteure Jeannine Binder und Gerhard Hofer jedoch verschweigen, ist, dass die Revision ausdrücklich darauf hin weist, dass der Revisionsbericht keinerlei Angaben über die Häufigkeit der beschrieben Wahrnehmungen enthält und damit den Revisionsbericht unvollständig und zur Fehlinterpretationen verleitend darstellt.
  • Aus den Erkenntnissen der von uns beauftragten Revision wurden dann, wie üblich, konkrete Maßnahmen abgeleitet, die im gleichen Bericht vom Vorstand auch beauftragt wurden und von der Organisation größtenteils bereits umgesetzt sind.
  • Da die rechtlichen Regelungen im Umgang mit zB den Zumutbarkeitsregelungen oder allfälliger Sanktionen an anderer Stelle längst klar geregelt sind, beauftragte der Vorstand als Maßnahme 3 die Erarbeitung eines Leitfadens mit FAQs für die Betreuung von Migrantinnen und Migranten.

Aus diesem Leitfaden sind beispielhaft in untenstehenden Bildern solche konkreten Hilfestellungen und Anweisungen angeführt.

Abschließend halte ich fest, AMS Beraterin oder Berater zu sein, ist oftmals ein schwerer Job. Die Betreuung von Personen aus einem anderen Kulturkreis und mit schlechten Deutschkenntnissen, ist dabei oftmals besonders herausfordernd. Der Vorstand des AMS war in diesem Themenkreis jedoch weder untätig noch beschwichtigend, sondern ist das Thema proaktiv angegangen, hat den Revisionsbericht selbst beauftragt und konkrete Maßnahmen daraus bereits abgeleitet. 


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